Was ist bei der Auswahl eines Ladegeräts für Elektroautos zu beachten?

1. Juni 2021

Sicherheit ist der wichtigste Aspekt bei der Installation einer Ladestation für Ihr Elektroauto. Sie sollten aber auch an die Zukunft denken.

Gehören Sie vielleicht zu denjenigen, die das Elektroauto noch über die Steckdose aufladen? Gewiss ist das zulässig, solange die Steckdose den verschiedenen Anforderungen des norwegischen Direktorats für Katastrophenschutz (DSB) erfüllt. Trotzdem sollte es vermieden werden, wenn es sich nicht um eine „Notladesituation“ handelt.

Auch bei Gemeinschaftsparkplätzen wichtig
Simen Døvre von K2 Elektro meint, dass inzwischen immer Menschen auch die Kosten für die Ladestation einrechnen, wenn sie den Kauf ihres ersten Elektroautos planen. Doch nach wie vor sind beispielsweise Baugenossenschaften, Eigentümergemeinschaften und Unternehmer hierbei im Rückstand.

“Man sollte die Vorteile erkennen, die sich aus der Installation von Ladestationen ergeben. Es werden nicht nur die Tiefgaragen sicherer, sondern die Investition rechnet sich auch, wenn die Immobilie irgendwann verkauft wird“, sagt er.

Ladestationen für ein ruhiges Gewissen

“Das Laden eines Elektroautos erfordert durch die Dauerbelastung viel Energie. Deswegen müssen Ladestation und Installation so dimensioniert sein, dass keine Überhitzungs- oder gar Brandgefahr besteht. Zahlreiche Brände an Steckdosen lassen sich auf Elektroautos zurückführen“, erklärt Knut Braut von Zaptec.

Eine intelligente Ladestation auswählen

Für welche Ladestation sollten Sie sich entscheiden?

Sowohl Simen Døvre als auch Knut Braut empfehlen, sich eine leistungsstarke und intelligente Ladestation anzuschaffen.

In der eigenen Garage zu Hause kann eine intelligente Ladestation die Ausgangsleistung steuern und begrenzen, wenn insgesamt – zum Beispiel zum Kochen – auf dem Grundstück viel Strom genutzt wird. Danach lässt sich dann wieder „Gas geben“. In Tiefgaragen und auf Parkplätzen kann die Leistung entsprechend der Zahl der gleichzeitig geladenen Autos nach oben oder unten hin angepasst werden. So wird die jeweils verfügbare Energie im Gebäude maximal genutzt, ohne dass das Stromnetz aufgerüstet werden muss.

Eine statische Ladestation hingegen müsste für jeden Ladepunkt jeweils für eine geringere Leistung konfiguriert werden, damit das System nicht überlastet und die Hauptsicherung nicht ausgelöst wird. In solchen Fällen heißt es dann schnell, dass die Kapazität nicht ausreicht und dass der Elektrizitätsanschluss aufgerüstet werden muss, damit sich die Elektroautos mit mehr Leistung aufladen lassen.

„Auch wenn Ihr derzeitiges Auto nicht mit solcher hohen Leistung geladen werden kann, dass dies notwendig ist, sollten Sie bereits heute an die Zukunft denken. Ihr nächstes Elektroauto wird wahrscheinlich eine höhere Ladeleistung haben“, so Simen Døvre.

Aus dem gleichen Grund empfiehlt er die Wahl einer Ladestation, die auch bei 230 Volt dreiphasig aufladen kann. Während dies bisher nur bei Tesla möglich war, sind jetzt auch Fahrzeuge der Marken Audi e-tron und e-Golf dafür vorbereitet.

Weitere Anforderungen an eine Ladestation

Damit die Anforderungen an Ladesysteme erfüllt werden, sollte Ihre Ladestation möglichst vielen der folgenden Kriterien genügen:

  • Erdschlussschutz in die Ladestation integriert: So wird das Laden bei Erkennen eines Erdschlusses unterbrochen. Dies ist bei Elektroautos besonders wichtig, da das Fahrgestell des Autos beim Laden mit Erde verbunden ist. Ein häufiger Fehler im Ladesystem des Autos ist von einer Art, die vom Fehlerstromschutzschalter im Sicherungskasten nicht erkannt wird. Und man möchte ja nicht wegen eines Erdschlusses am Elektroauto einen Stromschlag bekommen!
  • Mechanischer Schutz der Ladestation: Sie muss gegen Stöße, Staub, Wasser und Sonne geschützt sein. Die Ladestation soll langfristig gesichert sein, auch wenn man zum Beispiel mit einer Leiter dagegen stößt. Außerdem muss sie UV-Licht, Wasser und auch größere Temperaturschwankungen aushalten, ohne dass der Kunststoff ermüdet.
  • Typ-2-Steckverbinder: Sie sind in Europa Standard; So können alle Elektroautos über eine solche Ladestation aufgeladen werden. Wenn Sie eine Ladestation mit festem Ladekabel kaufen, sind Sie weniger flexibler, denn dieses ist speziell für ein Fahrzeug vorgesehen. Es gibt verschiedene Varianten an Ladesteckern, wie Typ 1 und Typ 2, einphasige und dreiphasige Anschlüsse und Anlagen mit einem Ladestrom von 16, 20 oder 32 Ampere. Es ist schlichtweg einfacher, ein neues Ladekabel zu kaufen, wenn Sie das Auto wechseln, als die gesamte Ladestation zu ersetzen.

Bei größeren Ladesystemen ist auch Folgendes wichtig:

  • Integrierte Sicherungen: Sie sind vor allem in größeren Systemen wie in Wohnanlagen und am Arbeitsplatz von Vorteil. Sollte es zu einer Überlastung kommen, sorgt die integrierte Sicherung dafür, dass der Fehler lokal behoben werden kann und nicht das gesamte Ladesystem ausfällt. Dann wird nicht das ganze Viertel am Laden der Autos gehindert, bloß weil Ihr Ladekabel einen Defekt hat.

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